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Häufige Fragen rund um Bambus (FAQ)

Gibt es Bambusarten, die keine Rhizomsperre benötigen?

Ja. Sämtliche Fargesia-Sorten benötigen keine Rhizomsperre (Wurzelsperre).
Fargesia wächst horstbildend und bildet keine Wurzelausläufer. Dadurch bleibt der Bambus kontrollierbar und eignet sich ideal für Gärten, Terrassen und Kübel.


Wie sollte ich Bambus richtig pflanzen?

  1. Den Bambus im Topf kräftig wässern
    → Topf mehrere Minuten in ein Wassergefäß tauchen

  2. Pflanzloch doppelt so groß wie der Topfumfang ausheben

  3. Untergrund gut auflockern

  4. Bambus nicht tiefer pflanzen, als er im Topf stand

  5. Erdaushub 1:1 mit Bambuserde mischen

  6. Bambus einsetzen, Erde auffüllen und leicht andrücken

  7. Anschließend gründlich angießen

👉 In den ersten Wochen regelmäßig gießen, besonders bei Hitze und Trockenheit.


Wann sollte Bambus gedüngt werden?

Bambus hat einen hohen Nährstoffbedarf.
Wichtig sind:

  • Stickstoff für Wachstum

  • Kalium für Winterhärte

  • Silicium für stabile Halme

Empfehlung:
👉 2× jährlich düngen (Frühjahr und Sommer) mit speziellem Bambusdünger mit Depotwirkung.


Welche Bodenart bevorzugt Bambus?

Bambus bevorzugt:

  • Frische, nährstoffreiche Gartenböden

  • Durchlässige Erde

Nicht geeignet sind:

  • Verdichtete Böden

  • Staunässe

  • Extrem sandige, nährstoffarme Böden

👉 Sandige Böden sollten mit organischem Material verbessert werden.
👉 Staunässe unbedingt vermeiden.


Muss Bambus geschnitten werden?

Ein Rückschnitt ist nicht zwingend nötig.

Möglichkeiten:

  • Höhenbegrenzung durch Einkürzen einzelner Halme

  • Förderung dichter Belaubung nach dem Schnitt

Empfehlung:

  • Im Frühjahr einige ältere Halme bodennah entfernen

  • Das fördert neue Halme und verbessert die Optik


Kann Bambus im Kübel gepflanzt werden?

Ja, Bambus eignet sich sehr gut für Kübel.

Wichtig:

  • Kübel mindestens doppelt so groß wie der Pflanztopf

  • Stabiles Gefäß mit Drainagelöchern

  • Hochwertige, strukturstabile Erde verwenden

  • Regelmäßiges Umtopfen je nach Wachstum

👉 Staunässe im Topf unbedingt vermeiden.


Wie viel Wasser braucht Bambus?

Der Boden darf nie vollständig austrocknen.

Besonders wichtig:

  • Erste 8–10 Wochen nach der Pflanzung

  • Hitzeperioden und längere Trockenphasen

Besser:

  • 2–3 kräftige Wassergaben pro Woche
    statt täglichem, oberflächlichem Gießen

Warnsignal:

  • Eingerollte Blätter oder Blattspitzen
    → akuter Wassermangel, sofort gießen


Muss Bambus im Winter geschützt werden?

Ausgepflanzter Bambus:

  • Meist kein Winterschutz nötig

  • Empfehlenswert im ersten Jahr:

    • Laub-, Stroh- oder Reisigschicht im Wurzelbereich

Kübelpflanzen:

  • Topf vor Durchfrieren schützen

  • Kübel isolieren (z. B. Vlies, Noppenfolie)

  • Nicht direkt auf den Boden stellen

  • Windgeschützten Standort wählen


Wie wächst Bambus der Gattung Fargesia?

  • Horstbildend, keine Ausläufer

  • Wuchshöhe: ca. 1,5 bis 6 Meter

  • Dünne, dicht stehende Halme

  • Dichte Belaubung, kleine Blätter

  • Sehr frosthart und immergrün

Fargesia wird auch Schirmbambus genannt und ist der am häufigsten gepflanzte Gartenbambus nördlich der Alpen.


Welcher Standort ist für Fargesia ideal?

  • Bevorzugt halbschattig

  • Einige Sorten auch sonnverträglich

  • Windgeschützter Platz

  • Humoser, gut durchlässiger Boden

👉 Staunässe wird nicht vertragen.
👉 Innenräume sind nicht geeignet.


Wann ist die beste Pflanzzeit für Bambus?

  • Ab Ende Februar, sobald der Boden frostfrei ist

  • Pflanzung bis in den späten Herbst möglich

  • Topfpflanzen können grundsätzlich während der gesamten Vegetationsperiode gepflanzt werden


Eignet sich Bambus für Balkon oder Terrasse?

Ja.
Alle Fargesia-Sorten eignen sich hervorragend für Kübel auf Balkon und Terrasse.
In einem hochwertigen Gefäß kommt die filigrane Wuchsform besonders gut zur Geltung.


Ist Bambus als Hecke geeignet?

Ja. Bambus eignet sich ideal als:

  • Immergrüne Hecke

  • Sicht- und Windschutz

  • Locker gepflanzte Reihe oder geschnittene, kompakte Hecke


Wie wird Bambus vermehrt?

Unsere Bambusse werden ausschließlich von Hand geteilt.
👉 Keine Labor- oder Meristemvermehrung.


Kann Bambus nachträglich mit einer Rhizomsperre eingegrenzt werden?

Ja, aber nur bei ausläuferbildenden Bambusarten wie Phyllostachys.

Wichtig:

  • Graben mindestens 70 cm tief

  • Durchmesser 1–2 m größer als der Bambushain

  • Rhizome vollständig ausgraben

  • Rhizomsperre fachgerecht verschließen

👉 Rhizome dürfen nicht kompostiert werden.